Einblick ins Insektenleben, jeden Tag aufs Neue
Insekten sind die Grundlage fast jedes Ökosystems, aber sie zu zählen ist teuer, langsam und schwer wiederholbar. Eine Falle leeren, den Fang präparieren und bestimmen: Wer es je getan hat, weiß, wie viel Arbeit ein einziger Messpunkt kostet. Die DIOPSIS-Insektenkamera übernimmt diese Arbeit. Sie fotografiert Insekten, die auf einem beleuchteten Schirm landen, Tag und Nacht, und sendet die Fotos per 4G an das DIOPSIS-Portal. Dort erkennt und zählt das Bilderkennungsmodell von Naturalis Biodiversity Center, was darauf zu sehen ist.
Was es Ihnen bringt
- Eine standardisierte Messreihe je Standort, vergleichbar zwischen Orten und Jahren
- Mehrere Standorte gleichzeitig im Blick, mit deutlich weniger Feldarbeit
- Objektive Grundlage für Politik, Planung, Beratung und Forschung
- Einblick in Anzahlen, eine modellbasierte Schätzung der Biomasse und Artengruppen, auch nachts
- Von einer Person in Minuten aufgestellt; läuft selbstständig mit Solarstrom
Im Gelände bewährt
Die Kamera entstand aus einer Zusammenarbeit von EIS Kenniscentrum Insecten, Naturalis Biodiversity Center, der Radboud-Universität und COSMONiO. Faunabit baut sie seit 2021 und entwickelt sie auf Grundlage der Erfahrungen im Gelände weiter. Inzwischen stehen mehr als 200 Kameras an über 100 Standorten, von regionalen Messnetzen bis zu Versuchsflächen, und die Methode ist in wissenschaftlichen Publikationen beschrieben.